Erinnerung an jüdisches Leben in Varel

Der Arbeitskreis Weinberg-Haus bewirbt sich mit einem Projekt zur Erinnerungsarbeit.
Der Ort, von dem aus 1941/42 Männer und Frauen jüdischen Glaubens in Gettos und Vernichtungslager deportiert wurden, eignet sich als  Erinnerungs- und Lernort.
Zielgruppe sind Jugendliche / Heranwachsende sowie erwachsene Multiplikatoren, die sich am authentischen Ort der Deportation mit der Geschichte der Juden in Varel auseinandersetzen wollen.
Um ein junges Publikum anzusprechen, soll eine Graphic Novel über die Geschichte der Bewohner des Hauses erstellt werden.
Themen sind das Zusammenleben von Juden und Nichtjuden in Varel, die Judenverfolgung und die Geschichte der Bewohner des Erinnerungsortes Schüttingstraße 13.
Die Leser der Graphic Novel sollen in die Lage versetzt werden, durch eigenes Erkunden und Handeln die Erinnerung an die vernichtete jüdische Gemeinde in Varel wachzuhalten.  Sie lernen, dass Judenverfolgung auch in Varel stattfand und wie Rassismus / Antisemitismus zur Ausgrenzung von Minderheiten führte und das Zusammenleben zerstörte.



Antragssteller*in: Weinberg-Arbeitskreis, ein Projekt der Bürgerstiftung Varel-Friesische Wehde

Anschrift: Taubenweg 10b in 26316 Varel

Status des Projektes: Konzeptphase

Webseite:

Preisgeld:

Wir benötigen 8000 Euro, um eine Graphic Novel, also eine zeichnerische Erzählung über das Leben der Familie Weinberg, zu erstellen. Das Geld soll als Honorar für den beauftragten Künstler und zur Verfielfältigung für Schüler und Interessierte verwendet werden.

Finanzierung:

Als Projekt in der Gründungsphase haben wir, acht Personen aus Varel und der Friesischen Wehde, keine originäre Einnahmequelle. Im Augenblick bestreiten wir Ausgaben aus eigener Tasche.

Weitere relevante Fakten:

Das Weinberg-Haus in der Schüttingstraße 13 war der Wohnsitz der Familie Weinberg (zuletzt Geschwister Ernst und Henriette) sowie ab 1937 von 38 Bewohnern des Jüdischen Altenheimes. Im Oktober 1941 und Juli 1942 verschleppten die Nationalsozialisten insgesamt 29 Bewohner in Konzentrations- und Vernichtungslager, keines der Opfer überlebte diese Deportationen.
Der Weinberg-Arbeitskreis besteht aus acht Personen und beschäftigt sich seit einigen Jahren mit der Erinnerung  an die Vareler Juden.
Er hat einen historischen Stadtführer zur Erinnerung an das jüdische Leben in Varel erstellt, Gedenktafeln für Häuser jüdischer Familien entworfen und realisiert sowie Kontakte zu Nachkommen Vareler Juden, u.a. in den USA, geknüpft.
Der Arbeitskreis strebt an, organisatorisch unter das Dach der Bürgerstiftung zu schlüpfen. Durch Öffentlichkeitsarbeit in Online- und Printmedien sind zahlreiche Details der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Varel bekanntgeworden. Der Arbeitskreis hält Kontakt mit anderen Initiativen / Erinnerungsorten in der Region sowie der Jüdischen Gemeinde Oldenburg.