Müllkoffer

Die Verschmutzung der Meere mit Plastik ist ein globales Problem mit Auswirkungen auf Küstenökosysteme. Die Beeinträchtigung durch vermüllte Strände sowie die Schädigung der Tierwelt sind den meisten Menschen bekannt; Niedersachsen mit seiner langen Küste ist von diesen Entwicklungen besonders betroffen.

In unserem Projekt haben wir uns zum Ziel gesetzt, Quellen, Verbreitung und Anlandung von treibendem Plastikmüll an der Nordseeküste genauer zu erforschen. Hierbei setzen wir auf die Beteiligung von BürgerInnen, die einfache, von uns ausgesetzte Holzdrifter, die Plastik simulieren, finden und über das Internet an uns melden können (ca. 70.000 Stück in 3 Jahren).

So erreichen wir eine hohe Zahl von Funden, die als Datengrundlage für die Entwicklung von Computermodellen dienen. Diese Modelle simulieren mögliche Müllquellen und -ansammlungsgebiete und werden durch Messungen auf See unterstützt. Sie liefern aber auch eine Grundlage zur Planung von Bewusstseins- und Vermeidungsstrategien.



Antragssteller*in: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Anschrift: Carl von Ossietzky Straße 9-11; 26111 Oldenburg

Status des Projektes: Laufender Betrieb

Webseite: https://www.icbm.de/makroplastik/

Preisgeld:

Neben der wissenschaftlichen Arbeit, inspiriert uns vor allem der Kontakt mit Kindern und Jugendlichen. Das Angebot für Schulen auf diesem Gebiet ist aber noch ausbauwürdig.

Wir wollen mit dem Preisgeld „Müllkoffer“ für den Einsatz in Schulen entwickeln und ausstatten (Primarstufe bis Sekundarstufe II). Der Koffer soll Material zum Thema Meeresmüll, Filme, Präsentationen zur Gestaltung einer Lehreinheit, Spiele, Versuche zum Thema Meeresmüll sowie Anleitungen für Aktionen im Gelände beinhalten.

Finanzierung:

Zur Stärkung der Küsten- und Meeresforschung unterstützt das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Förderzeitraum von 2016 – 2020 Forschungsvorhaben, die sich der Thematik von Umweltbelastung und Klimawandel und deren Folgen für die Meere und Küsten widmen und an Lösungsansätzen arbeiten.

Das Projekt „Makroplastik in der südlichen Nordsee: Quellen, Verbreitungswege und Vermeidungsstrategien“ ist eines von insgesamt sechs geförderten Projekten.

Weitere relevante Fakten:

Die Medienpräsenz mit über 100 regionalen und überregionalen Berichten in Print, Radio und TV zeigen, dass mit dem Projekt „Makroplastik“ ein gesellschaftlich wichtiges Thema angesprochen wird. Die Einreichung bei „Frieslands Helden der Heimat“ verbindet zudem die beiden Schwerpunkte des Förderprogramms (Umweltschutz & Erziehung und Bildung) in einem Projekt.

Das didaktische Konzept des Müllkoffers wird in Zusammenarbeit mit der Fachdidaktik Biologie und Studierenden des Lehramts Biologie der Universität entwickelt und ist dann auch ein Angebot des Lernlabor Wattenmeer. Wichtig ist uns vor allem die Nachhaltigkeit des Projektes, da nach Ablauf des Forschungsprogramms das Problem der Vermüllung der Meere nicht gelöst sein wird.

Die Müllkoffer bieten hierbei über einen langen Zeitraum ein Angebot zur Bewusstseinsbildung und zum verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Als regionalen Partner für die Verwaltung der Müllkoffer konnten wird den Mellumrat e.V. in Dangast gewinnen.