Mission

Jeder Held und jede Heldin braucht eine Mission! Während Batman den Joker hat und Spiderman Lex Luther, sieht es im echten Leben oft etwas weniger eindeutig bei den Bösewichtern aus. Oder kennt ihr einen Superschurken aus der Nachbarschaft?

Es gibt dennoch viel zu tun! Unsere Missionsfelder "Friesland ergrünen", "Friesland bewegen" und "Friesland aufmischen" schlagen nicht ganz so hart zurück, haben es aber trotzdem in sich. Das haben zumindest Befragte aus eurer Region uns so mitgeteilt. Wir wollten herausfinden: Welche Themen bewegen Euch? Herausgekommen ist diese Liste, welche als Inspiration für euch dient: Könntet ihr euch vorstellen, neue Ideen zu entwickeln, welche diese Herausforderungen angehen?

Nehmt diese Liste als Einladung, aber lasst euch dadurch nicht einschränken. Ihr habt ein anderes Thema, was euch unter den Fingernägel brennt? Bringt es in die Runde mit und gemeinsam schauen wir, ob sich noch andere Teilnehmende dafür begeistern lassen. Damit das alles keine Mission Impossible wird, zeigen wir euch in Workshops ein paar nützliche Skills und Mentor*innen, die in euren Themen Expert*innen sind, geben euch gute Tipps.

Startklar? Auf geht's!

Friesland ergrünen!

Der Auftrag: Wie kann Müll vermieden werden?

Unser alltäglicher Konsum führt zu riesigen Müllbergen. Vor allem Einweg-Verpackungen oder Mikroplastik belasten unsere Umwelt enorm. Jedes Jahr gelangt dadurch auch tonnenweise Müll in die Nordsee. Schließlich nehmen Tiere ihn bei der Nahrungssuche auf und er landet wieder bei uns Zuhause auf dem Teller.

Beispielhafte Lösungsansätze: Unverpackte Lebensmittel und Produkte (z.B. Original Unverpackt), Selbstanbau (z.B. Urban Gardening), Säuberungsaktionen (z.B. The Ocean Cleanup), Repair-Café‘s (z.B. Klimawerkstadt), Upcycling (=Aus alt mach neu!) (z.B. upcycling-deluxe.de)

Der Auftrag: Wie sieht eine zukunftsfähige Lebensmittelversorgung aus?

Ja, ein Burger und eine TK-Pizza sind ab und an ziemlich lecker. Aber wir übertreiben es etwas: ungesund, zu viel Fleisch, schlechte Umweltbilanzen, geringe Wertschätzung. Welche Ideen tragen zu einem Umdenken bei? Egal ob bei der Landwirtin oder dem Endkonsumenten angefangen, eine Menge Potenzial steckt hinter dem „Foodtrend Zukunft“.

Beispielhafte Lösungsansätze: Neue Anbaumethoden (z.B. Permakultur, Aquaponik), weniger Lebensmittel in der Tonne (z.B. Foodsharing , Wirf-mich-nicht-weg), Vermarktung regionaler/saisonaler Lebensmittel (z.B. mein-bauernhof.de)

Friesland bewegen!

Der Auftrag: Wie können wir Frieslands Bewohner mobiler machen?

Auf dem Land müssen wir weitere Wege zurücklegen als in der Stadt. Außerdem sind die Verkehrsnetze schlechter und es gibt wenige öffentliche Verkehrsmittel. Deswegen fühlen sich viele Menschen auf das Auto angewiesen. Vor allem die Jüngeren ohne Führerschein können sich schlecht fortbewegen und sind abhängig, von anderen gefahren zu werden. Die Autos wiederum sind teuer und belasten die Umwelt.

Beispielhafte Lösungsansätze: Bürgerbeteiligung (z.B. ProBürgerBus, Mitfahrerbank), neue Verkehrsmittel (z.B. Carsharing, DeinDeichrad e.V.), Fahrgemeinschaften (z.B. BlaBlaCar)

Der Auftrag: Wie können wir Freizeitangebote für junge Menschen in Friesland schaffen? Viele junge Menschen kennen das Problem: Wer sich kein Musikinstrument leisten kann, in keiner Ganztagsschule oder einem Sportverein angemeldet ist, der findet auf dem Land nicht viele Angebote. Eher Langeweile statt Landidylle, wenig Raum zum Treffen oder Weiterbilden. Dabei müsste Friesland in Sachen Unterhaltung und Freizeitgestaltung der Stadt in nichts nachstehen! Beispielhafte Lösungsansätze: Bonusprogramme (z.B. ermäßigte Eintritte, bezahlbarer Zugang zu Musikunterricht), Jugendcafés, Jugendzentren, Angebot an gemeinsamen Aktivitäten (z.B. Konzertbesuche, Kinotreff, Jugenddisko), Workshops, Repair-Treff, Verleih-/Tauschtreffs (Instrumente, Klamotten, Bücher, Filme, Musik, Spiele…), Trend-Angebote (z.B. Jump-Park, Kicker-Halle, Skaterpark)

Der Auftrag: Wie kann der ländliche Raum neu belebt werden?

Während der Wohnraum in Großstädten immer knapper und die Mieten immer unbezahlbarer werden, haben wir auf dem Land zunehmend Leerstand. Viele Flächen bleiben ungenutzt, dabei könnten sie für so viele sinnvolle Zwecke eingesetzt werden, gerade für junge Leute! Stattdessen entsteht eine Abwärtsspirale: Jeder weitere Leerstand macht den Standort weniger attraktiv, was zu noch mehr Verödung führt.

Beispielhafte Lösungsansätze: Gemeinschaftliche Nutzung (z.B. Co-Working, Lernbüro, Proberaum, Atelier, Kreativwerkstatt), unkomplizierte/kurzfristige Zwischennutzung (z.B. Pop-Up-Stores, Ausstellungsfläche, Shop- und Gastronomieangebote, „Supermarkt der Ideen“)

Der Auftrag: Wie kann Friesland die Digitalisierung nutzen?

Was die Breitbandversorgung angeht, hinkt der ländliche Raum noch ziemlich hinterher. Um den Anschluss nicht zu verlieren, brauchen wir mehr Möglichkeiten für schnelles Internet. Und wie steht es denn dann um die Medienkompetenz von Jung und Alt? Lasst uns herausfinden, was das Neuland Friesland drauf hat!?

Beispielhafte Lösungsansätze: Bessere Versorgung (z.B. Wifi-Hotspots), Bildungsangebote zur Medienkompetenz (z.B. Fobizz), Landleben attraktiv kommunizieren (z.B. Fynn Kliemann)

Friesland aufmischen!

Der Auftrag: Wie können sich junge Menschen in Friesland beteiligen und selbst verwirklichen?

Die Gesellschaft braucht junge Menschen und ihre Fähigkeiten. Nur hört sie auch richtig zu? Es ist wichtig, die Möglichkeit haben, das Lebensumfeld in Friesland mitzugestalten. Erlauben die Strukturen unserer Gemeinschaft Mitbestimmung und die Umsetzung eigener Ideen? Würde alles besser werden, wenn die Verantwortlichen endlich mal mehr auf die Jungen hören würden?

Beispielhafte Lösungsansätze: Projektwochen in Schulen (z.B. Futurepreneur), Beteiligung und Kompetenzentwicklung (z.B. beWirken), Workshopangebot und Coaching (z.B. ProjectTogether), Mitbestimmungsmöglichkeiten (z.B. Jugendparlament)

Der Auftrag: Wie können wir in Friesland Geflüchtete integrieren?

Asylsuchende flüchten häufig in große Städte. Denn dadurch erhoffen sie sich bessere Zukunftsaussichten. Dort angekommen werden sie allerdings Teil eines heiß umkämpften Wohnungs- und Arbeitsmarktes. Auf dem Land hingegen könnten wir von ihrem Zuzug profitieren: Die kulturelle Vielfalt steigt, der Wohnraum wird besser genutzt und der Horizont erweitert. Wie können wir den Einstieg erleichtern?

Beispielhafte Lösungsansätze: Hilfe für Geflüchtete (z.B. Wefugees), Aktivierung der heimischen Bevölkerung (z.B. GoVolunteer), ReDI School of Digital Innovation